Geschichte erleben: Lernen und Leben vor 100 Jahren
Schulhefte, Lehrbücher, Zeugnisse, historische Schulbänke mit
Ranzen, Tafel und Arbeitsmaterialien – das Klassenzimmer des
Heimat- und Hugenottenmuseums gibt einen Einblick in die
Schulgeschichte der letzten 300 Jahre und bietet den Besuchern
die Gelegenheit, sich an die eigene Schulzeit zu erinnern oder
den Unterricht früherer Generationen nachzuempfinden. Daneben
werden in dem ehemaligen Schulhaus die Ortsgeschichte
und Geschichte der Hugenotten präsentiert, die Friedrichstal
– ein Ortsteil der Stadt Stutensee – 1699 gegründet haben.
Wie waren die Wohnverhältnisse Friedrichstals vor 100 Jahren?
Eine „Alt-Friedrichstaler“ Wohnung veranschaulicht das Leben
in der Zeit um 1900 anhand einer Küche, Wohn- und Schlafstube,
Waschküche und Vorratskeller sowie zahlreicher Modelle
und Schautafeln. Im Saal des Handwerks erwarten die Besucher
Informationen zum Tabakanbau, den die protestantischen Glaubensflüchtlinge
aus Frankreich in die Region eingeführt haben.
Geschichte hören: Matinee mit "Spöcker Gschichdlen und Gerdichdlen"
Wie war das Leben früher in Spöck? Wie sah der Alltag der
Menschen aus? Mit seinen Erzählungen, Geschichten und Gedichten
geht der Mundartdichter Karl Mack diesen Fragen nach,
beschreibt die letzten 80 Jahre aus eigenem Erleben und liest
aus seinem neuen Buch „Wisser der des a noch? – Spöcker
Gschichdlen und Gerdichdlen“. Dabei hält der Autor den Spöcker
Dialekt lebendig, einen wichtigen Teil der Geschichte und
Identität vor Ort. Lassen Sie sich auf eine spannende und unterhaltsame
Reise durch die Spöcker Geschichte entführen, bei
der es viel Interessantes und Skurriles abseits der politischen
und gesellschaftlichen Lage der damaligen Zeit zu erfahren gibt.
Heimat- und Hugenottenmuseum Friedrichstal, Am Marktplatz 2, 76297
Stutensee; Ansprechpartner: Ursula Heckmann,
Telefon: 07249 952130,
E-Mail: winfried.heckmann@gmx.de;
Haltestelle: Friedrichstal-Nord
(Linie S2)